Am 19. Juli 1936 besteigt General Francisco Franco ein Flugzeug in Richtung Tetuán, um sich einem Aufstand gegen die spanische Republik anzuschließen. Vier Tage später erhält Adolf Hitler auf den Wagner-Festspielen in Bayreuth einen Brief: Franco bittet ihn um militärische Unterstützung bei seinem Putsch. Weitere sechs Tage später macht sich eine deutsche Fliegereinheit in Zivil unter dem Codenamen „Unternehmen Feuerzauber“ bereit für den Einsatz. Es ist die Zeit der großen Entscheidungen in Europa – und auch die der Zufälle, des Verrats und der tragischen Ironie. Spontan beschließen Zehntausende Freiwillige aus mehr als fünfzig Ländern, Spanien beizustehen und die Republik gegen den faschistischen Umsturz zu verteidigen: Künstler, Reporterinnen, Intellektuelle und Verfolgte, Helfer und Krankenschwestern, Idealistinnen und Abenteurer – unter ihnen Ernest Hemingway, Robert Capa, George Orwell, Simone Weil, Willy Brandt und viele andere.
Der Journalist und Schriftsteller Paul Ingendaay, Europa-Korrespondent beim Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, erzählt von ihren Kämpfen mit Waffe, Stift und Fotoapparat – eine packende Geschichte von Mut und Verblendung, auf die schon der Schatten des Zweiten Weltkriegs fällt. Vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs lässt Paul Ingendaay jene Spaltung lebendig werden, die sich durch Familien, Dörfer und Nationen zog – und die die Frontlinien des 20. Jahrhunderts bestimmen sollte.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung in der Reihe „Zeitgeschichte im Dialog“.
Buchvorstellung mit Paul Ingendaay (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Susanne Zepp-Zwirner (Universität Duisburg-Essen). Moderation: Kristina Meyer (Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung)
ORT
Forum Willy Brandt Berlin
Behrenstraße 15
10117 Berlin
ANMELDUNG
Bis 30. November 2026 online über das Anmeldeformular der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung.
Wir möchten Sie darüber informieren, dass auf unseren Veranstaltungen Bild- und Tonaufnahmen gemacht werden, die wir für unsere Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Sollten Sie nicht fotografiert werden wollen, sprechen Sie uns gerne an.