UN-Blauhelme und NATO-Luftschläge: Die Jugoslawienkriege (1991–1995)

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung des BKKK

Von Anbeginn der Krisen und tragischen Kriege, die den jugoslawischen Staatszerfall auslösten bzw. zur Folge hatten, waren internationale Vermittlungsversuche, umfassendste humanitäre wie auch schließlich militärische Interventionen stets Bestandteil des Gesamtgeschehens. Ohne Kenntnis eben dieser internationalen Einflussnahmen sind die Kriege im ehemaligen Jugoslawien nicht vollständig zu verstehen. Letztlich wurde zur Umsetzung des im November 1995 unterzeichneten Friedensvertrags von Dayton auch eine 60.000 Soldaten starke, von der NATO geführte internationale Truppe in der Region stationiert, um eben diesen Frieden militärisch abzusichern. 

In dieser Vorlesung geht es darum, die Chronologie, Entwicklung und Präsenz humanitärer und militärischer Intervention im ehemaligen Jugoslawien von 1991-1995 bzw. unmittelbar danach zu rekapitulieren und dann Antworten darauf zu finden, welche Schlüsse hieraus im Blick zurück gezogen werden sollten. 

Vortrag von Hannes Grandits (Berlin), Moderation: Tim Geiger (IfZ)

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung des Berliner Kollegs Kalter Krieg im Sommersemester 2026 in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Bundesstiftung Aufarbeitung statt. Die Ringvorlesung diskutiert anhand ausgewählter Beispiele unterschiedliche Formen, Akteure und Praktiken des Interventionismus in Europa seit 1945.

ORT
Humboldt-Universität zu Berlin
Hauptgebäude, Raum 1072
Unter den Linden 6
10117 Berlin

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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