Verwandlung durch Recht

Das Bundesverfassungsgericht und die Vergangenheit

Am 28. September wird das Bundesverfassungsgericht 75 Jahre alt. Wie sich aus bescheidenen Anfängen in der badischen Provinz eine hochangesehene Institution entwickelt, die bei den Bürgerinnen und Bürgern großes Vertrauen genießt, zeichnen der Historiker Dr. Frieder Günther und die Historikerin Dr. Eva Balz in ihrem Buch „Verwandlung durch Recht. Das Bundesverfassungsgericht und die Vergangenheit“ nach. Sie blicken vor allem auf die ersten beiden Jahrzehnte nach der Gründung 1951, in denen sich das Gericht formiert, erste wegweisende Entscheidungen trifft und fortan einen wesentlichen Beitrag zur Demokratisierung und Liberalisierung der Bundesrepublik leistet. Ein besonderes Augenmerk gilt den Biografien der ersten Richtergeneration. Hier arbeiten Richter, die im Nationalsozialismus verfolgt und diskriminiert wurden mit denjenigen zusammen, die tief in nationalsozialistisches Unrecht verstrickt gewesen waren. Dass es ihnen gelingt, auf der Basis einer gemeinsamen Werteordnung eine stabile Institution zu formen, die sich rasch zu einem unabhängigen und machtvollen obersten Verfassungsorgan entwickelt, ist bemerkenswert.

Vor welchen Herausforderungen steht das Gericht heute? Weltweit zielen populistische und rechtsnationale Bewegungen und Parteien auf Verfassungsgerichte, um an politische Macht zu gelangen. Wie wehrhaft ist das Bundesverfassungsgericht als Hüter des Grundgesetzes und einer freiheitlich-demokratischen Ordnung?

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Haus der Geschichte in Bonn.

Buchvorstellung mit Eva Balz (Historikerin) und Frieder Günther (Historiker). Moderation: Joachim Telgenbüscher (Geschichtspodcast “Was bisher geschah”)

ORT
Haus der Geschichte
Museumsmeile
Willy-Brandt-Allee 14
53113 Bonn

ANMELDUNG
Online über das Anmeldeformular des Hauses der Geschichte. 

Wir möchten Sie darüber informieren, dass auf unseren Veranstaltungen Bild- und Tonaufnahmen gemacht werden, die wir für unsere Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Sollten Sie nicht fotografiert werden wollen, sprechen Sie uns gerne an.



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