Abschied

Zum Tod von Hans Maier

Am 8. Juni, wenige Tage vor seinem 95. Geburtstag, ist der ehemalige bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus Hans Maier verstorben. Bereits 1962 veröffentlichte der frischgebackene Privatdozent für Wissenschaftliche Politik an der Universität Freiburg seinen ersten Aufsatz in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte „Zur Lage der Politischen Wissenschaft in Deutschland“ und begleitete die Zeitschrift mehr als sechs Jahrzehnte als Autor – zuletzt mit einem Beitrag über „Hitler und das Reich“ 2019 – und als Chronist ihrer Geschichte. Bei der Festveranstaltung zum Start des achten Jahrzehnts der Vierteljahrshefte am 12. Januar 2023 in der Katholischen Akademie war Hans Maier noch einmal bei uns zu Gast und ein gesuchter Gesprächspartner. Wir werden dem „katholischen Weltbürger“ – so Sebastian Beck in der Süddeutschen Zeitung – ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Zur Lage der Politischen Wissenschaft in Deutschland, in: VfZ 10 (1962), S. 225–249.

Ideen von 1914 – Ideen von 1939? Zweierlei Kriegsanfänge, in: VfZ 38 (1990), S. 525–542.

Pulsschläge der Gegenwart. 40 Jahre Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, in: VfZ 41 (1993), S. 485–490.

„Totalitarismus“ und „politische Religionen“. Konzepte des Diktaturvergleichs, in: VfZ 43 (1995), S. 387–405.

Deutungen totalitärer Herrschaft 1919–1989, in: VfZ 50 (2002), S. 349–366.

Fortschrittsoptimismus oder Kulturpessimismus? Die Bundesrepublik Deutschland in den 70er und 80er Jahren, in: VfZ 56 (2008), S. 1–18.

Hitler und das Reich, in: VfZ 67 (2019), S. 521–536.

Die Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, in: Horst Möller/Udo Wengst (Hrsg.), 50 Jahre Institut für Zeitgeschichte. Eine Bilanz, München 1999, S. 169–176.



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