Das Ende einer Entführung

Vor 50 Jahren wurden die Geiseln von Entebbe befreit

Am 27. Juni 1976 entführte ein palästinensisch-deutsches Kommando einen Airbus der Fluglinie Air France auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris, dem die beiden Linksterroristen Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann angehörten. Die Maschine landete schließlich in Uganda, wo auf dem Flughafen von Entebbe nervenaufreibende Verhandlungen um das Schicksal von etwa 260 Menschen begannen. In der Nacht vom 3. auf den 4. Juli 1976 befreiten Spezialtruppen der israelischen Streitkräfte die verbliebenen Geiseln – die Mitglieder des palästinensisch-deutschen Kommandos kamen dabei ums Leben. Diese emblematische Episode in der Geschichte des internationalen Terrorismus steht in Deutschland zumeist im Schatten der Entführung der „Landshut“ nach Mogadischu im Oktober 1977, hat aber in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte einige Beachtung gefunden.

Robert Wolff, Blinde Flecken, Erzählungen, Mythen. Neue Perspektiven auf die Flugzeugentführung nach Entebbe 1976, in: VfZ 71 (2023), S. 525–555.

Markus Eikel, Keine „Atempause“. Das Krisenmanagement der Bundesregierung und die Flugzeugentführung von Entebbe 1976, in: VfZ 61 (2013), S. 239–261.



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