17.07.2018

VfZ-Vizechefredakteur über die CSU



Thomas Schlemmer gibt im „Spiegel“ Auskunft über bayerische Verhältnisse

 

Der aktuelle Wirbel rund um die CSU hat historische und gesellschaftliche Wurzeln, die weitaus tiefer reichen als die aktuelle Debatte um Flüchtlinge und die AfD. Das macht Thomas Schlemmer, stellvertretender Chefredakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte und vielfach ausgewiesener Kenner des modernen Bayern, in einem ausführlichen Interview in der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“ (Nr. 29, 14.7.2018, S. 36-37) deutlich. Alte Rezepte der Wählerbindung wie die Erinnerung an die tausendjährige bayerische Geschichte, funktionierten nicht mehr, weil traditionelle Milieus erodierten und sich die Gesellschaft grundlegend verändert habe. Fast jeder vierte Einwohner Bayerns habe heute einen Migrationshintergrund. Könnte eine bundesweite Ausdehnung der CSU helfen, ihren Einflussverlust in ihrem Stammland und damit auch im Bund zu kompensieren? Denkbar sei das durchaus, meint Schlemmer. Als Italienexperte hat er dabei die Entwicklung der Lega (Nord) von einer regionalen zu einer landesweiten Kraft vor Augen.




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