Erinnerung an einen ehemaligen Kollegen und VfZ-Autor
Am 12. Juni 2026 ist der Historiker und Geschichtsdidaktiker Wolfgang Jacobmeyer verstorben, der lange Jahre zunächst als stellvertretender Direktor am Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig und dann als Professor für Neuere und Neueste Geschichte sowie Didaktik der Geschichte an der Universität Münster gewirkt hat. Seine erste Stelle hatte er aber im Institut für Zeitgeschichte inne, wo er nach seiner Promotion zwischen 1971 und 1978 als wissenschaftlicher Mitarbeiter fungierte. Die 1975 erschienene Auswahledition des Diensttagebuchs des deutschen Generalgouverneurs in Polen, Hans Frank, die er zusammen mit Werner Präg herausgegeben hat, ist bis heute ein unverzichtbares Forschungsinstrument zur deutschen Polenpolitik zwischen 1939 und 1944. Auch als Autor der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte hat sich Wolfgang Jacobmeyer einen Namen gemacht.
Henryk Dobrzansky („Hubal“). Ein biographischer Beitrag zu den Anfängen der polnischen Résistance im Zweiten Weltkrieg, in: VfZ 20 (1972), S. 64–74.
Politischer Kommentar und Rundfunkpolitik. Zur Geschichte des Nordwestdeutschen Rundfunks 1945 bis 1951, in: VfZ 21 (1973), S. 358–387.
Polnische Juden in der amerikanischen Besatzungszone Deutschlands 1946/47, in: VfZ 25 (1977), S. 120–135.
Die polnische Widerstandsbewegung im Generalgouvernement und ihre Beurteilung durch deutsche Dienststellen, in: VfZ 25 (1977), S. 658–681.