Zum 100. Geburtstag
Erinnerung an Martin Broszat
Vor 100 Jahren, am 14. August 1926, wurde der langjährige wissenschaftliche Mitarbeiter und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte Martin Broszat geboren. Nach der Promotion bei Theodor Schieder an der Universität zu Köln 1952 trat er Mitte der 1950er Jahre in das Institut für Zeitgeschichte ein, zu dessen Direktor er 1972 berufen wurde. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter wie als Direktor war Martin Broszat den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte in besonderer Weise verbunden, die er fast von Anfang an begleitet hat. Entsprechend groß ist die Zahl von Beiträgen in den VfZ, von denen wir die wichtigsten zusammengestellt haben. Leben und Werk dieses bedeutenden Zeithistorikers, in dessen Vita sich die Brüche der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts spiegeln und der seit April 1944 als Mitglied der NSDAP geführt wurde, sind mittlerweile selbst Gegenstand der Forschung, wie das Projekt „NS-Aufarbeitung im Zeichen ‚nüchterner‘ Sachlichkeit? Wissenschaftliche Praxis und Wissensproduktion am Institut für Zeitgeschichte (1949–1989)“ an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg zeigt.
Massendokumentation als Methode zeitgeschichtlicher Forschung,in: VfZ 2 (1954), S. 202-213.
Zur Perversion der Strafjustiz im Dritten Reich, in: VfZ 6 (1958), S. 390-442.
Die Anfänge der Berliner NSDAP 1926/27, in: VfZ 8 (1960), S. 85-118.
Zum Streit um den Reichstagsbrand, in: VfZ 8 (1960), S. 275-279.
Das Sudetendeutsche Freikorps, in: VfZ 9 (1961), S. 30-49.
Betrachtungen zu „Hitlers Zweitem Buch“, in: VfZ 9 (1961), S. 417-429.
Soziale Motivation und Führer-Bindung des Nationalsozialismus, in: VfZ 18 (1970), S. 392-409.
Zeitgeschichte in Japan, in: VfZ 22 (1974), S. 287-298.
„Holocaust“ und die Geschichtswissenschaft, in: VfZ 27 (1979), S. 285-298.
Zur Struktur der NS-Massenbewegung, in: VfZ 31 (1983), S. 52-76
Zur Sozialgeschichte des deutschen Widerstands, in: VfZ 34 (1986), S. 293-309.
Datenschutz und zeitgeschichtliche Forschung, in: VfZ 37 (1989), S. 545-561.
