Keine Geschäftemacherei mit Holocaust und NS-Verfolgung

Das Auktionshaus Felzmann in Neuss plant, Hunderte Schriftstücke zu versteigern, die aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern und aus anderen Mordstätten stammen. Darunter sind persönliche Briefe und Dokumente, die unmittelbar die Ermordung von Menschen betreffen.

Das Institut für Zeitgeschichte München−Berlin forscht seit 75 Jahren zur Geschichte des Nationalsozialismus und gibt unter anderem die wichtige Dokumentenedition zur Verfolgung der europäischen Juden 1933-1945 heraus  Unter seinem Dach befasst sich das Zentrum für Holocaust-Studien mit der Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden, und die Dokumentation Obersalzberg vermittelt die enge Verflechtung eines der wichtigsten Macht- und Entscheidungsorte des NS-Regimes mit den Verbrechen.

Das IfZ, das Zentrum für Holocaust-Studien und die Dokumentation Obersalzberg rufen dazu auf, keine Geschäfte mit Zeugnissen des Völkermords zu machen. Wir schließen uns damit dem Protest des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt am Main an, den es in seiner Pressemitteilung gegen das „Geschäftemachen mit NS-Verfolgung und Holocaust“ ausführlich begründet hat.

 



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