Kolloquium des Zentrums für Holocaust-Studien

LMU München

Kolloquium: The Holocaust and its Contexts

Verantwortlich: Prof. Dr. Frank Bajohr, Dr. Kim Wünschmann
Ort: Amalienstr. 73 A, Raum 020

Das Kolloquium „The Holocaust and Its Contexts“ ist ein Diskussionsforum, das Trends, Themen und Grundsatzfragen der Holocaust-Forschung aufgreift und neuere Forschungen in einem weiteren Kontext präsentiert. Es richtet sich vor allem an Studierende und Lehrende an der LMU sowie an die Mitarbeiter/innen des Zentrums für Holocaust-Studien und des Instituts für Zeitgeschichte. Es steht darüber hinaus jedoch allen Interessierten offen.

Termine:

Mittwoch, 25.10.2017, 18:15 Uhr
Prof. Dr. Dieter Pohl, Alpen-Adria-Universität, Klagenfurt
„Vom deutschen zum europäischen Massenmord? Probleme eines Perspektivenwechsels“

Dienstag, 05.12.2017, 18:15 Uhr
Christian Mentel, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam
„Amoklauf gegen die Wirklichkeit. Holocaust-Leugnung als historisches Phänomen“

Dienstag, den 16.1.2018, 18:15 Uhr
Dr. Raphael Utz, Imre-Kertesz-Kolleg, Friedrich Schiller Universität Jena
„Falsche Worte? Tätersprache und Perspektive im Umgang mit der Shoah“

IfZ-Oberseminar

LMU München

Ort: IfZ, Leonrodstr. 46b, Seminarrau

Termine: Do, 26.10., 18.00 Uhr s.t. – 20.15 Uhr; Do, 09.11., 16.00 Uhr s.t. -18.15 Uhr; Do, 23.11., 18.00 Uhr s.t. – 20.15 Uhr; Do, 07.12., 18.00 Uhr s.t. – 20.15 Uhr; Do, 21.12., 18.00 Uhr s.t. – 20.15 Uhr; Do, 18.01., 18.00 Uhr s.t. – 20.15 Uhr; Do, 01.02., 18.00 Uhr s.t. – 20.15 Uhr; ein Samstagstermin (10.00 Uhr s.t. -15.00 Uhr) wird noch festgelegt.

 

Das Oberseminar steht allen im IfZ tätigen oder von IfZ-Dozenten betreuten Doktorandinnen und Doktoranden sowie Verfasserinnen und Verfassern von Master-  und Staatsexamensarbeiten offen. Auch Gäste können daran gerne teilnehmen. Neben der Vorstellung und Diskussion laufender Qualifizierungsarbeiten werden theoretische und methodische Fragen der Geschichtswissenschaft besprochen. Die Veranstaltung wird von Thomas Raithel, Thomas Schlemmer, Elke Seefried oder Andreas Wirsching geleitet (aktueller Seminarplan).

Ph.D. Keith R. Allen

Dartmouth College/Foreign Studies Program Berlin
Seminar: Berlins Orte der Zeitgeschichte
Zeit: 9:00-16:00 Uhr
Termine: 14.9., 21.9., 28.9., 12.10., 19.10., 26.10., 2.11., 9.11.
Ort: Berliner Dependance des Dartmouth College

Berlin encapsulates much of modern Germany's complex past. From the Brandenburg Gate to the Olympic Stadium and from the Wannsee to the Alexanderplatz, the German capital evokes memories of Wilhelminian pomp, Nazi rule, World War II, the Cold War, and Re-Unification. This course for advanced undergraduates addresses significant aspects of postwar German history and cultural memory. In-depth studies of important developments are complemented by weekly visits to museums, historical sites, and archives.

Dr. Gaelle Fisher

Universität Augsburg

Übung: The Holocaust in Central Eastern Europe: Antecedents, Events and Aftermath / Der Holocaust in Ostmitteleuropa: Vorgeschichte, Ablauf, Erinnerung

Termine: Freitag, 20.10. 10:00 - 13:00. Freitag, 10.11. 10:00 - 18:30. Donnerstag, 16.11. 18:00 - 20:00. Freitag, 17.11. 10:00 - 18:30. Freitag, 01.12. 10:00 - 18:30. Freitag, 08.12. 10:00 - 13:00.

Ort: Bukowina-Institut, Alter Postweg 97a

Anmeldung: Anmeldung über Digicampus

 

Der Holocaust, die Vernichtung der europäischen Juden, fand vor allem in Osteuropa statt. Dort lebte der Großteil der Opfer: Von den ca. sechs Millionen ermordeten Juden stammten über drei Millionen aus Polen, ca. eine Million aus der Sowjetunion und eine weitere Million aus der Tschechoslowakei, Litauen, Ungarn und Rumänien. In Polen und Weißrussland errichteten die Deutschen schließlich ihre Vernichtungslager, wohin auch Juden aus anderen Teilen Europas verschleppt wurden. Die lokalen Bevölkerungen in Ostmitteleuropa, die selbst in Teilen massiv unter der Besatzung der Deutschen litten, reagierten auf die Ermordung ihrer jüdischen Nachbarn teils mit Entsetzen, teils mit Gleichmut, teils trugen sie aktiv zur Verfolgung und Ermordung bei. So wurde der Mord an den Juden Rumäniens überwiegend ohne deutsche Beteiligung vollzogen. Im Seminar werden wir uns der Ereignis- und Erinnerungsgeschichte des Holocausts in Ostmitteleuropa widmen, und uns dabei auf die Länder Polen und Rumänien konzentrieren. Bitte beachten Sie: Das Seminar wird zweisprachig, auf Deutsch und Englisch stattfinden.

Prof. Dr. Dierk Hoffmann

Universität Potsdam
Oberseminar: Aufbau der Kanzlerdemokratie in der Bonner Republik. Regierungspraxis und Konflikte in der Ära Adenauer (1949-1963)
Zeit: Freitags 14:00-16:00 Uhr

 

Die Geschichte der Bundesrepublik gilt allgemein als eine Erfolgsgeschichte. Zunächst als Provisorium 1949 gegründet, entwickelte sich relativ rasch ein überraschend stabiler Staat, was auch für die Zeitgenossen keineswegs selbstverständlich war. Dafür wurden wesentliche Grundlagen in der Amtszeit der ersten Bundeskanzlers gelegt. Das Seminar beleuchtet nicht nur die innenpolitische Entwicklung, sondern auch den außenpolitischen Handlungsrahmen (Westbindung). Außerdem geht es um die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Integrationsprozesse, die zur Stabilisierung der Bonner Republik beitrugen. Schließlich werden auch nach Kontinuitäten und Brüchen gefragt und die innenpolitischen Krisen in der Ära Adenauer thematisiert.

 

Literatur:

  • Thomas Brechenmacher, Die Bonner Republik. Politisches System und innere Entwicklung der Bundesrepublik, Berlin 2010.
  • Eckart Conze, Die Suche nach Sicherheit. Eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis in die Gegenwart, München 2009.
  • Dominik Geppert, Die Ära Adenauer, Darmstadt 2002.

PD Dr. Elke Scherstjanoi

TU Chemnitz, Institut für Europäische Geschichte

Seminar: Arbeiterschaft im bewegten Bild. DDR-Dokumentar- und-Spielfilme als Zeugnisse arbeiterlich geprägten Alltags.

Zeit: 11:30-15:15 Uhr

Termine: Montags, 14-tägig, gerade KW

Ort: R 2/39/333

Beginn: 16. Oktober 2017

 

Materialien:

Dr. Niels Weise

LMU München
Übung: Zeitalter der Weltkriege
Zeit: 16:00-18:00 Uhr c.t.

Termine: 18.10.2017-07.02.2018
Ort: Geschwister-Scholl-Platz 1 (A), Raum A 016.

Die Übung bietet einen Einblick in das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm) und in zentrale Aspekte der europäischen Geschichte von 1914 bis 1945. Dabei werden zentrale Forschungsfelder- und Debatten wie etwa Kolonialismus, Imperialismus, Faschismus oder Totalitarismus auf theoretisch-methodischer Ebene erörtert und anhand einzelner Beispiele thematisch vertieft.

Prüfungsform: Klausur

Prof. Dr. Hermann Wentker

Universität Potsdam

Oberseminar: Die beiden deutschen Staaten und die Entspannungspolitik (1961-1975)

Zeit: Montags, 8:00-10:00 Uhr

Ort: Raum 1.12.0.05

 

Nach der Berlin- und der Kuba-Krise wandelte sich die Weltpolitik von der Konfrontation zur Entspannung zwischen den Supermächten. Wie die beiden deutschen Staaten sich diesem Prozess anzupassen bzw. von diesem zu profitieren versuchten, steht im Mittelpunkt des Seminars. Dabei wird nicht nur die Ostpolitik der Regierung Brandt-Scheel betrachtet, sondern auch die deren Vorläufer einbezogen. Gleichgewichtig mit der westdeutschen Ostpolitik wird auch die Politik der DDR gegenüber der Bundesrepublik in dem Seminar mit behandelt.

 

Literatur

  • Helga Haftendorn, Deutsche Außenpolitik zwischen Selbstbeschränkung und Selbstbehauptung, Stuttgart/München 2001.
  • Gottfried Niedhart, Entspannung in Europa. Die Bundesrepublik Deutschland und der Warschauer Pakt 1966 bis 1975, München 2014.
  • Mary Elise Sarotte, Dealing with the Devil: East Germany, Détente, and Ostpolitik, 1969-1973, Chapel Hill/London 2001.
  • Hermann Wentker, Außenpolitik in engen Grenzen. Die DDR im internationalen System, München 2007.

Prof. Dr. Andreas Wirsching

LMU München

Vorlesung: Geschichte Europas 1973 bis zur Gegenwart
Zeit: Montags 16:00-18:00 Uhr c.t.
Ort: Schellingstr. 3, EG, Raum S 001
Beginn: 23. Oktober 2017

Programm: Programm der Vorlesung als PDF

Seit den späten 1970er Jahren entfaltete sich in Europa eine geschichtliche Epoche „nach dem Boom“, die die meisten ökonomischen und soziokulturellen Gewissheiten der bürgerlichen Moderne, aber auch des kommunistischen Gegenentwurfs fraglich werden ließ. Sie prägte in Ost- wie Westeuropa in jeweils spezifischer Weise die 1980er Jahre, untertunnelte die Zäsur von 1989 und setzte neue, langfristig wirksame und tiefgreifende Umbrüche frei. Das große politische Ereignis des Jahres 1989, die Befreiung der osteuropäischen Völker vom Kommunismus und ihre Demokratisierung, ist in diese übergreifende Dynamik eingebettet. Ausgehend von diesen historischen Pfadabhängigkeiten fragt die Vorlesung auch mit Blick auf gegenwärtige Herausforderungen in der Finanz-, Wirtschafts- und Migrationspolitik nach den strukturellen Zusammenhängen zwischen dem konstruierten Bild von der „Krise“ Europas und dem gleichzeitig geäußerten Willen, die Situation durch „mehr Europa“ zu bewältigen.

Die Vorlesung ist für alle Hörer offen (auch Seniorenstudium und Studium Generale).

Prüfungsform: Klausur

 

Folien:



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