Gastwissenschaftler/innen am IfZ

Das Institut beherbergt stets auch Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus dem In- und Ausland, die die renommierte Infrastruktur des Instituts nutzen und ihre Projekte zur Diskussion stellen. Neben den Fellowships des Berliner Kollegs Kalter Krieg sowie den Fellowships des Zentrums für Holocaust-Studien am IfZ und den EHRI-Fellowships ermöglicht auch ein DAAD-Fellowship einen Aufenthalt am IfZ im Rahmen der Leibniz-Gemeinschaft. Darüber hinaus begrüßt das IfZ seit 2019 Historikerinnen und Historiker der University of Cambridge, die im Rahmen des bilateralen Fellowship-Programms mit dem DAAD Cambridge Research Hub for German Studies vier Wochen am Institut verbringen.

 

Gastwissenschaftler/innen 2026

Jonathan Marrow is a PhD Student in History at the University of Cambridge (Clare College), where he researches transnational Holocaust memory, in particular the development of Holocaust tourism from the 1960s to the present. His doctoral dissertation analyzes the growth and promotional strategies of tour operators; the presentation of Holocaust sites in travel guidebooks, brochures, and popular media; and the initiatives of religious, nonprofit, military, and governmental organizations that sponsored or encouraged such travel. During his time in Munich at the IFZ, he will conduct fieldwork at Dachau Concentration Camp Memorial Site, as well as at Documentation Obersalzberg and other sites of National Socialist memory in the area. Marrow holds an MSt degree in Jewish Studies with distinction from the University of Oxford, and a MPhil in American History with distinction from Cambridge.

The stay is part of the institute’s cooperation with the DAAD Cambridge Research Hub for German Studies.


Zoé Konsbruck ist Doktorandin am Centre for Contemporary and Digital History (C²DH) an der Universität Luxemburg, wo sie zur Geschichte der Deindustrialisierung in Luxemburg forscht. In ihrem Promotionsprojekt untersucht sie den Zeitraum von 1970 bis 2000 und richtet den Blick besonders auf die sozialen und politischen Folgen des industriellen Niedergangs für die Stahlstädte im Süden Luxemburgs und der Großregion. Ihre Forschung analysiert, wie lokale Akteure - darunter Politiker, Arbeiter, Anwohner und Gewerkschafter - diese tiefgreifenden Veränderungen wahrnahmen, erlebten und darauf reagierten. Außerdem beleuchtet sie die Rolle der Gemeinden bei der Ausgestaltung nationaler und europäischer Krisenpolitiken während der Stahlkrise.

Darüber hinaus ist sie Mitentwicklerin von Rust & Research, einem edukativen Kartenspiel, das die Geschichte der Deindustrialisierung spielerisch vermittelt. Das Spiel beschäftigt sich mit der Transformation des Belval-Stahlstandorts von einem industriellen Zentrum zu einem modernen Universitätscampus und lädt Spieler dazu ein, sich mit den sozialen, wirtschaftlichen und räumlichen Dimensionen des industriellen Wandels und der städtischen Neugestaltung auseinanderzusetzen.