Zoé Konsbruck ist Doktorandin am Centre for Contemporary and Digital History (C²DH) an der Universität Luxemburg, wo sie zur Geschichte der Deindustrialisierung in Luxemburg forscht. In ihrem Promotionsprojekt untersucht sie den Zeitraum von 1970 bis 2000 und richtet den Blick besonders auf die sozialen und politischen Folgen des industriellen Niedergangs für die Stahlstädte im Süden Luxemburgs und der Großregion. Ihre Forschung analysiert, wie lokale Akteure - darunter Politiker, Arbeiter, Anwohner und Gewerkschafter - diese tiefgreifenden Veränderungen wahrnahmen, erlebten und darauf reagierten. Außerdem beleuchtet sie die Rolle der Gemeinden bei der Ausgestaltung nationaler und europäischer Krisenpolitiken während der Stahlkrise.
Darüber hinaus ist sie Mitentwicklerin von Rust & Research, einem edukativen Kartenspiel, das die Geschichte der Deindustrialisierung spielerisch vermittelt. Das Spiel beschäftigt sich mit der Transformation des Belval-Stahlstandorts von einem industriellen Zentrum zu einem modernen Universitätscampus und lädt Spieler dazu ein, sich mit den sozialen, wirtschaftlichen und räumlichen Dimensionen des industriellen Wandels und der städtischen Neugestaltung auseinanderzusetzen.