Gastwissenschaftler/innen am IfZ

Das Institut beherbergt stets auch Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus dem In- und Ausland, die die renommierte Infrastruktur des Instituts nutzen und ihre Projekte zur Diskussion stellen. Neben den Fellowships des Berliner Kollegs Kalter Krieg sowie den Fellowships des Zentrums für Holocaust-Studien am IfZ und den EHRI-Fellowships ermöglicht auch ein DAAD-Fellowship einen Aufenthalt am IfZ im Rahmen der Leibniz-Gemeinschaft. Darüber hinaus begrüßt das IfZ seit 2019 Historikerinnen und Historiker der University of Cambridge, die im Rahmen des bilateralen Fellowship-Programms mit dem DAAD Cambridge Research Hub for German Studies vier Wochen am Institut verbringen.
Zusätzlich wird ein ganzjähriges Forschungsstipendium des Instituts für Zeitgeschichte vergeben, das am Historischen Kolleg angesiedelt ist. Mehr Informationen hierzu auf der Seite des Historischen Kollegs.

 

Gastwissenschaftler/innen 2022


Anton Liavitski hat Geschichte und Politikwissenschaft an der Staatsuniversität Minsk sowie der Universität Leipzig studiert (M.A.) Seit 2016 promoviert er an der LMU München (Erstbetreuer Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Zweitbetreuer Prof. Dr. Stefan Rohdewald). Er forscht zu politischen Diskursen der sowjetischen und weißrussischen Intelligenzija mit dem Schwerpunkt auf Demokratiebegriffe. 2020 war Herr Liavitski Stipendiat der Belarussisch-Deutschen Geschichtskommission, 2021 wiederum Gastwissenschaftler am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam sowie Forschungsstipendiat des Deutschen Historischen Instituts in Moskau.


Dr. Matthis Krischel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Centre for Health and Society, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Mitglied des Klinischen Ethikkomitees des Universitätsklinikums Düsseldorf. Er studierte Wissenschaftsgeschichte an der TU Berlin und der University of Oklahoma (USA) und wurde an der Universität Ulm mit einer Arbeit zur Medizin im Nationalsozialismus promoviert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte und Wissenschaftstheorie der Medizin und Lebenswissenschaften im 19. und 20. Jahrhundert mit, besonderen die Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus und ihre Erinnerungskultur bis heute. Am IfZ forscht er als Fellow des Leibniz‐Forschungsverbunds „Value of the Past“ zum Verhältnis von Medizingeschichte und Bioethik.

Mehr Informationen unter: http://www.matthiskrischel.de/
Email: matthis.krischel[at]hhu.de


Mohamed Derbal is a PhD candidate in Architecture at the University of Cambridge. His research investigates how Wilhelmine architectural discourse acted as a nation-building tool. He is supervised by Dr Maximilian Sternberg and is a Wolfson Scholar at Peterhouse. He was a Visiting Scholar at Columbia University from 2021 to 2022 under the guidance of Prof Barry Bergdoll. Prior to that, Mohamed gained an MPhil in Architecture and Urban Studies at Cambridge, as well an MA in History from the École normale supérieure and a first degree in Philosophy and History of Art from the Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne.

The stay is part of the institute’s cooperation with the DAAD Cambridge Research Hub for German Studies.

Weitere Informationen siehe unter:
https://www.arct.cam.ac.uk/research/phd-research/mohamed-derbal
Kontakt: mo.derbal[at]gmail.com


Prof. Dr. Hajime Konno: Studium der Rechts-, Politik- und Geschichtswissenschaften an der Universität Tokio und an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2002 Promotion in Berlin (Geschichte). 2005 Promotion in Tokio (Jura/Politik). 2006 Dozent, 2007 außerordentlicher Professor für deutsche Politik an der Universität der Präfektur Aichi (in Nagakute bei Nagoya). 2012/13 Gastwissenschaftler am Institut für Zeitgeschichte. Seit 2015 ordentlicher Professor für deutsche Politik an der Universität der Präfektur Aichi. 2021 Philipp Franz von Siebold-Preis (Alexander von Humboldt-Stiftung). Forschungsschwerpunkte: Nationalismus, Liberalismus und Konservatismus in Deutschland (Max Weber und seine politischen Zeitgenossen), deutsch-japanische Beziehungen (Rezeption des Nationalsozialismus in Japan), deutsch-polnisch-russische Beziehungen (Bogdan Graf von Hutten-Czapski), Verfassung des Heiligen Römischen Reiches, des Rheinbundes und des Deutschen Bundes, Geschichte des Fürstentums Liechtenstein und Biographie des Papstes Benedikt XVI.

Weitere Informationen siehe unter:
https://researchmap.jp/hajimekonno?lang=en
Kontakt: hkonno[at]for.aichi-pu.ac.jp


Dr. Eva Oberloskamp ist Habilitandin an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Sie hat an den Universitäten Bielefeld und Paris 7 sowie am College of Europe (Natolin/Warschau) studiert und im Rahmen einer Cotutelle an der LMU und der Sorbonne – Paris 4 promoviert. Von 2004 bis 2021 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München–Berlin. Aktuell ist sie Habilitationsstipendiatin im Rahmen der Bayerischen Gleichstellungsförderung an der LMU. Sie arbeitet zum Thema „Aufbrüche zur ‚Energiewende‘. Diskurse und politisches Handeln zwischen Ökologie und Ökonomie in der Bundesrepublik Deutschland und in Großbritannien (1970er und 1980er Jahre)“.

Weitere Informationen siehe unter:
https://www.ngzg.geschichte.uni-muenchen.de/personen/ls_patel/eva_oberloskamp_dt/index.html
Kontakt: E.Oberloskamp[at]lrz.uni-muenchen.de


Prof. Dr. Annette Weinke: Studium der Geschichte, Publizistik und Kunstgeschichte an der Universität Göttingen und der Freien Universität Berlin. Nach der Promotion an der Universität Potsdam unter anderem Aufenthalte an der University of Massachusetts und der Princeton University. Seit 2010 wissenschaftliche Assistentin an der Universität Jena, dort 2014 Habilitation und seit 2020 Außerplanmäßige Professorin. Mitglied im Arbeitskreis „Geschichte der Menschenrechte im 20. Jahrhundert“ und in der Vereinigung für Verfassungsgeschichte. Annette Weinke hat im Kollegjahr 2021/22 das Senior Fellowship des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin beim Historischen Kolleg inne und arbeitet dort zum Thema "Auf der Suche nach einer neuen Weltordnung. Emigranten-Juristen, humanitäres Völkerrecht und Vorstellungen einer universellen Weltgemeinschaft im 20. Jahrhundert".

Weitere Informationen siehe unter:
https://www.historischeskolleg.de/personen/weinke-annette
Kontakt: annette.weinke[at]historischeskolleg.de




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