Gastwissenschaftler/innen am IfZ

Das Institut beherbergt stets auch Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus dem In- und Ausland, die die renommierte Infrastruktur des Instituts nutzen und ihre Projekte zur Diskussion stellen. Neben den Fellowships des Zentrums für Holocaust-Studien am IfZ und den EHRI-Fellowships ermöglicht auch ein DAAD-Fellowship einen Aufenthalt am IfZ im Rahmen der Leibniz-Gemeinschaft.
Zusätzlich wird ein ganzjähriges Forschungsstipendium des Instituts für Zeitgeschichte vergeben, das am Historischen Kolleg angesiedelt ist. Mehr Informationen hierzu auf der Seite des Historischen Kollegs.

 

Aktuelle Gastwissenschaftler/innen

Cenk Akdoganbulut studierte Geschichte und Philosophie in Zürich und Oslo. Seit 2017 ist er Doktorand am Departement für Zeitgeschichte an der Universität Fribourg (Schweiz). Seine Dissertation beschäftigt sich mit der Entstehung der "Neuen Rechten" und der Frage der Modernisierung des Rechtsextremismus nach 1945. Dabei liegt der Fokus auf rechtsintellektuellen Protagonisten um Armin Mohler, die sich an der "Konservativen Revolution" orientierten. Die Forschungsarbeit untersucht unter anderem die ideologischen und strategischen Diskussionen in Zeitschriften und Instituten, die transnationalen Netzwerke und Ideentransfers und die Verschränkung von metapolitischen und parteipolitischen Strategien, um Kontinuitäts- und Wandlungsprozesse der "Neuen Rechten" zu erfassen.

Die Dissertation wurde durch ein Graduiertenstipendium des Deutschen Literaturarchivs in Marbach a. N. gefördert. Der Aufenthalt am IfZ wird durch das Doc.Mobility- Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds ermöglicht.

Kontakt: cenk.akdoganbulut@unifr.ch


Prof. Bernhard Rieger, PhD: Studium an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Oxford; Promotion am University College London; nach Professuren an der Iowa State University, der Jacobs Universität Bremen und am University College London seit 2018 Professor für europäische Geschichte an der Universität Leiden. Sein Forschungsinteresse gilt der Geschichte von Sozialpolitik und sozialer Ungleichheit, von Technik und materieller Kultur sowie der transnationalen und vergleichenden Geschichte. Bernhard Rieger hat im Kollegjahr 2020/21 das Senior Fellowship des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin beim Historischen Kolleg inne und arbeitet dort zum Thema "Making Society Work Again: Workfare in Transatlantic Perspective since the Sixties".

Weitere Informationen siehe unter: https://www.historischeskolleg.de/personen/professor-bernhard-rieger-phd.html

Kontakt: bernhard.rieger[at]historischeskolleg.de


Jan Tattenberg ist Doktorand am New College der Universität Oxford. Seine Dissertation skizziert die Entwicklung einer militärpolitischen Öffentlichkeit in der Bundesrepublik. Die Arbeit beschränkt sich nicht nur auf militärische Eliten oder Institutionen, sondern fragt konkret nach Netzwerken, welche diese Eliten und Institutionen mit akademischen und publizistischen Kreisen verbanden. So ergibt sich ein Bild struktureller Kontinuitäten im militärpolitischen Bereich nach 1945, welches bisher durch einen Fokus auf die Kontinuität einzelner Persönlichkeiten überlagert wurde. Ab den späten 1960er Jahren erstarkte aber auch im militärpolitischen Bereich eine Art Gegenöffentlichkeit, welche sich im Laufe des nächsten Jahrzehnts institutionell, zum Beispiel durch Institute für Friedens- oder Konfliktforschung, festigte.

Seine Arbeit wurde vom New College, Oxford und dem Arts & Humanities Research Council maßgeblich gefördert. Sein Aufenthalt am IfZ wird durch ein Stipendium des Deutschen Historischen Institutes London bzw. der Max Weber Stiftung ermöglicht.

Eine Projektbeschreibung auf Englisch befindet sich hier.

Kontakt: jan.tattenberg[at]new.ox.ac.uk


Prof. Dr. Aryo Makko ist Pro Futura Scientia Fellow am Swedish Collegium for Advanced Study in Uppsala sowie Professor für Geschichte am Historischen Institut der Universität Stockholm. Dort leitet er das Hans Blix Centre for the History of International Relations. Er hat Gastforscheraufenthalte am Graduate Institute in Genf (2010/11), der University of Oxford (2011/12) sowie der Harvard University (2016/17) absolviert. Im Jahr 2017 wurde er in die Junge Akademie Schwedens gewählt, deren Präsidium er seit Juni 2020 angehört. In seiner Forschung zur Geschichte der internationalen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert interessiert er sich insbesondere für die Rolle kleinerer Staaten sowie der Neutralität. Seine weiteren Forschungsinteressen umfassen die Themengebiete Migration und Diaspora.

Kontakt: aryo.makko[at]historia.su.se




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