Aktuelle Fellows des Zentrums für Holocaust-Studien

Nerijus Šepetys ist Historiker, Philosoph, Übersetzer, Redakteur und Professor am Lehrstuhl für Geschichtstheorie und Kulturgeschichte der Historischen Fakultät sowie Principal Investigator des (Post)Authoritarian Landscapes Research Centre der Universität Vilnius.

Seine letzten Bücher sind: Postsäkularität des Holocaust: Zwischen Kritik und Verständnis (aus dem Litauischen von Markus Roduner, Berlin: LIT Verlag, 2025, im Druck) sowie (mit Giedrė Jankevičiūtė) Meninė kūryba Kauno gete: Tikrovės reprezentacijos klausimai = Art Creation in the Kaunas Ghetto: Issues of the Representation of Reality (Kaunas: Nacionalinis M. K. Čiurlionio dailės muziejus, 2025).

In seinem geplanten Projekt „Vernehmung als eine Art der historischen Forschung des Holocaust” möchte er sich auf die verschiedenen Voruntersuchungen zu den Massentötungen der Juden im Spätsommer/Herbst 1941 in Litauen konzentrieren, die in den 1950er/1960er Jahren im Westen und Osten geführt wurden, und dabei die Rollen und Situationen der Vernehmung selbst, des Untersuchungsrichters, der Beschuldigten, der Zeugen und der Sachverständigen konzeptualisieren.


Cosmas Tanzer promoviert am Lehrstuhl für Südosteuropäische Geschichte der Humboldt Universität zu Berlin. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Wachmannschaften von Konzentrationslagern, die als Mitglieder deutscher Minderheiten in Südosteuropa rekrutiert worden sind. Er untersucht kollektivbiographisch eine Gruppe von Männern, die im Herbst 1944 in der Bačka, im heutigen Nordwesten Serbiens, in die Waffen-SS eingezogen und später in den KZ-Außenlagern Allach und Boelcke Kaserne eingesetzt worden sind. 

Darüber hinaus ist er tätig in der Gedenkstättenpädagogik und historisch-politischen Bildung zu den Themen Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Im Rahmen des Pierre Gouffault Fellowships, in Kooperation mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, wird Cosmas Tanzer für einen Monat in München und sechs Wochen in der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg seiner Forschung nachgehen. 



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