Confronting Decline

Herausforderungen der Deindustrialisierung in westlichen Gesellschaften seit den 1970er Jahren

Der Rückgang der Industrieproduktion und der Abbau industrieller Arbeitsplätze in westlichen Industriestaaten stehen im Mittelpunkt dieses Verbunds zeithistorischer und sozialwissenschaftlicher Projekte. Mit der Deindustrialisierung erfuhr nicht nur die ökonomische Basis jener Staaten einen tiefen Einschnitt, vielmehr veränderte sich auch die soziostrukturelle Zusammensetzung ihrer Gesellschaften grundlegend. Dem Niedergang traditioneller Industriezweige stand der Aufstieg anderer Wirtschaftsbereiche entgegen, doch nicht alle ehemaligen Industriearbeiterinnen und Industriearbeiter fanden eine neue Beschäftigung im Handel, in industrienahen Dienstleistungsberufen oder in der aufkommenden Digitalindustrie.

Deindustrialisierung ist damit ein weitaus komplexeres Phänomen als die statistische Abnahme der Industrieproduktion. Die Einzelprojekte untersuchen deshalb die überregionalen, globalen, kulturellen und geschlechtsspezifischen Dimensionen der Deindustrialisierung.

Am IfZ sind ein Promotionsprojekt und zwei Postdoc-Projekte angesiedelt, die seit 2022 sukzessive ihre Arbeit aufgenommen haben. Darüber hinaus sind das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V. (DIE) in Bonn mit einem sozialwissenschaftlichen Promotionsprojekt sowie das Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History (C2DH) an der Universität Luxemburg mit zwei zeithistorischen Promotionsprojekten an CONDE beteiligt. Das Kooperationsnetzwerk wird im Rahmen des Leibniz-Programms »Kooperative Exzellenz« gefördert.

Das Projekt wird im Rahmen des Leibniz-Wettbewerbs „Kooperative Exzellenz“ gefördert.


Bildnachweis

  • Rainer Lippert, Public domain, via Wikimedia Commons
  • Bundesarchiv, Bild 183-1990-0606-021 / Fotograf(in): Franke, Klaus.
  • Bundesarchiv, Bild 183-1990-0906-029 / Fotograf(in): Kasper, Jan Peter.


© Institut für Zeitgeschichte
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