Geschichte der Sexualität in Deutschland 1965-2000

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (IfZ):  Prof. Dr. Michael Schwartz
Projektinhalt:

Das Projekt von Michael Schwartz zielt darauf, die Formen und Wandlungen des politisch-gesellschaftlichen Umgangs mit Sexualität in beiden deutschen Gesellschaften und der Wiedervereinigungs-Gesellschaft zwischen den 1960er und den 1990er Jahren analytisch zu erfassen und in tendenziell essayistischer Form zu umreißen. Der Arbeitstitel der Monografie lautet: »Sexualität in Transformation. Sagbarkeiten und Sichtbarkeiten soziokultureller Umbrüche in Deutschland 1965−2000«. Ein Leitmotiv ist somit die Veränderung des öffentlich Sagbaren und Sichtbaren in den (ebenfalls im Wandel befindlichen) Medienöffentlichkeiten, ein weiteres die Dialektik der Emanzipation zwischen neuen Freiheiten (»sexuelle Revolution«, »Liberalisierung«) und neuen Zwängen und Normsetzungen (»Normalisierung«). Gezeigt werden wird, dass sich beide deutsche Gesellschaften bis 1990 – trotz sehr unterschiedlicher soziopolitischer Systeme – ähnlichen Basisentwicklungen im Bereich sexueller Transformation ausgesetzt sahen, die sich im vereinten Deutschland ab 1990 amalgamierten und fortsetzten.

Eng mit dem Projekt verknüpft sind zwei Teilprojekte, die Lebenswelten und Verfolgung von Homosexuellen in zwei Bundesländern untersuchen:

Aus dem Projekt hervorgegangen ist zudem die Studie “'Eine Schmach verschwindet'. Der lange Weg zur Beseitigung des Sonderstrafrechts für Homosexuelle in Deutschland 1968/69 bis 1989/94”, die auch im Open Access verfügbar ist.

Publikationen im Rahmen des Projekts

Michael Schwartz

Homosexuelle, Seilschaften, Verrat.

Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte

Berlin 2019


 

Michael Mayer und Michael Schwartz (Hrsg.)

Verfolgung – Diskriminierung – Emanzipation.

Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte

Berlin 2023


 



© Institut für Zeitgeschichte
Content