Gastwissenschaftler/innen am IfZ

Das Institut beherbergt stets auch Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus dem In- und Ausland, die die renommierte Infrastruktur des Instituts nutzen und ihre Projekte zur Diskussion stellen. Neben den Fellowships des Zentrums für Holocaust-Studien am IfZ und den EHRI-Fellowships ermöglicht auch ein DAAD-Fellowship einen Aufenthalt am IfZ im Rahmen der Leibniz-Gemeinschaft.
Zusätzlich wird ein ganzjähriges Forschungsstipendium des Instituts für Zeitgeschichte vergeben, das am Historischen Kolleg angesiedelt ist. Mehr Informationen hierzu auf der Seite des Historischen Kollegs.

 

Aktuelle Gastwissenschaftler/innen

Prof. Dr. Aryo Makko ist Pro Futura Scientia Fellow am Swedish Collegium for Advanced Study in Uppsala sowie Professor für Geschichte am Historischen Institut der Universität Stockholm. Dort leitet er das Hans Blix Centre for the History of International Relations. Er hat Gastforscheraufenthalte am Graduate Institute in Genf (2010/11), der University of Oxford (2011/12) sowie der Harvard University (2016/17) absolviert. Im Jahr 2017 wurde er in die Junge Akademie Schwedens gewählt, deren Präsidium er seit Juni 2020 angehört. In seiner Forschung zur Geschichte der internationalen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert interessiert er sich insbesondere für die Rolle kleinerer Staaten sowie der Neutralität. Seine weiteren Forschungsinteressen umfassen die Themengebiete Migration und Diaspora.

Kontakt: aryo.makko[at]historia.su.se


Prof. Maria Fritsche ist seit 2016 Professorin for moderne internationale Geschichte an der Norwegian University of Science and Technology NTNU in Trondheim, Norwegen. Studierte Geschichte, Politikwissenschaft u. Gender Studies in Wien und Bern und promovierte 2009 in Filmgeschichte an der University of Portsmouth. Monografien: „The American Marshall Plan Film Campaign and the Europeans. A Captivated Audience?“. Bloomsbury Academic. London, New York 2018 (als Taschenbuch 2019). „Homemade Men in Postwar Austrian Cinema: Nationhood, Genre and Masculinity“. Berghahn. New York, Oxford 2013. „Entziehungen. Österreichische Deserteure und Selbstverstümmler in der Deutschen Wehrmacht“. Böhlau. Wien, Köln, Weimar 2004. Das aktuelle Forschungsprojekt setzt sich mit der Wehrmachtgerichtsbarkeit und den Beziehungen zwischen Besatzern und Besetzten im besetzten Nordeuropa auseinander.

Kontakt: maria.fritsche[at]ntnu.no


Dr. Bodo Mrozek ist seit Februar 2019 Fellow am Berliner Kolleg Kalter Krieg (BKKK) des IfZ. Er studierte Geschichte in Berlin und Amsterdam, war Pauschalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Stipendiat der Deutschen Historischen Institute in London, Paris und Washington und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung sowie Visiting Scholar an der Columbia University, der University of London (Queen Mary) und am Centre d'histoire culturelle des sociétés contemporaines de l'Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines. Er wurde 2016 an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit promoviert, die unter dem Titel "Jugend -- Pop -- Kultur. Eine transnationale Geschichte" (Suhrkamp) im März 2019 erschien und ist Herausgeber einer zweibändigen "Popgeschichte" (Transcript 2014). Weitere Veröffentlichungen galten der Geschichte der Reformbewegungen um 1900 und der Jugendbewegung in Weimarer Republik und Nationalsozialismus, den historischen Sound Studies und der (Populär-)Kultur des Kalten Krieges. Bodo Mrozek war Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und vertrat zuletzt die Professur für Theorie und Geschichte der Populären Musik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsinteressen gelten der Jugendgeschichte, der transnationalen Kulturgeschichte und der Sinnesgeschichte. Am BKKK entwickelt er derzeit ein Forschungsprojekt zur Geruchsgeschichte der deutschen Teilung.

Kontakt: mrozek[at]ifz-muenchen.de


Prof. Dr. Ute Schneider Studium der Geschichte und Allgemeinen Sprachwissenschaft in Düsseldorf; 1993 Promotion in Darmstadt; 1995 DAAD-Dozentur (University of Victoria, Kanada); 1996 wissenschaftliche Assistentin in Darmstadt, dort 2002 Habilitation; 2004–2007 Lehrstuhlvertretungen in Saarbrücken, Braunschweig, Vechta und Köln; seit 2007 Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Duisburg-Essen; 2017/2018 kommissarische Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen. Ute Schneider hat das Fellowship des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin beim Historischen Kolleg inne.
Kontakt: ute.schneider[at]historischeskolleg.de


Dr. Caroline Moine Assistenzprofessorin für Zeitgeschichte an der Universität Paris-Saclay, ist seit Januar 2020 Gastwissenschaftlerin am Berliner Kolleg Kalter Krieg (BKKK) des IfZ. Sie ist Forscherin am Centre d'histoire culturelle des sociétés contemporaines (CHCSC), das sie von 2014 bis 2018 als Co-Direktorin geleitet hat. Als Expertin für die Geschichte der internationalen Kulturbeziehungen während des Kalten Krieges arbeitet Caroline Moine insbesondere über die Rolle der beiden deutschen Staaten in den Zirkulationen zwischen Ost und West, Nord und Süd. Ihre Arbeit kreist dabei in den letzten Jahren vor allem um zwei Themenschwerpunkte: Zum einen um das Thema Film und Kalter Krieg, insbesondere anhand der Geschichte der internationalen Filmfestivals in Europa (Monographie "Screened Encounters. The Leipzig Documentary Film Festival 1955-1990", New York, Berghahn Books, 2018), zum anderen um die internationalen Solidaritätsbewegungen, die sie vor allem am Beispiel der europäischen Mobilisierungen gegen die chilenische Diktatur nach dem Staatsstreich vom 11. September 1973 untersucht. Sie ist Mitherausgeberin mit Frank Bösch und Stefanie Senger des Bandes "Internationale Solidarität. Globales Engagement in der Bundesrepublik und der DDR", Göttingen, Wallstein Verlag, 2018. Sie ist im Januar 2020 DAAD-Stipendiatin am BKKK des IfZ.

Kontakt: caroline.moine[at]uvsq.fr

 


Margarete Tiessen ist Doktorandin an der Universität Cambridge und am Magdalene College. Ihre Forschungsarbeit fragt nach Geschichte und politischem Denken der deutschsprachigen progressiven Liberalen Zentraleuropas, von den letzten Jahren des Deutschen Kaiserreiches bis zur Gründung der zwei Deutschland nach 1945. Dabei werden ideengeschichtliche Kontinuitäten, Adaptionen und Brüche durch den Filter wichtiger Verlagsunternehmen und ihrer Programme gelesen, so zum Beispiel S. Fischer, Berlin, Kurt Wolff, Leipzig/München oder Querido, Amsterdam.
Aktuelle Publikationen und akademische Vorträge widmen sich der Renovation vermeintlich ‘deutscher’ Ideen des Staates und der Freiheit im Kontext der Revolution von 1918/19 oder der Hinwendung zur Idee eines politisch und ökonomisch zu vereinigenden Europas im Kontext der
Regierungs- und Wirtschaftskrise von 1923/24.
In Cambridge hat sie Stipendien vom Tiarks Fund for German Studies, der Faculty of Modern and Medieval Languages and Linguistics, dem Magdalene College, der DAAD Research Hub for German Studies und dem Kurt Hahn Trust erhalten. Die Dissertation wurde zudem von der Konrad-Adenauer-Stiftung und durch ein Graduiertenstipendium des Deutschen Literaturarchivs in Marbach a. N. gefördert.
Im Vorfeld ihrer Promotion studierte Margarete Tiessen an der Universität zu Köln und arbeitete als Lektorin für die Colleges Pembroke und Selwyn in Cambridge. Sie ist affiliierte Forscherin des Forschungsbereiches Intellectual History des 20. und 21. Jahrhunderts an der Technischen Universität Chemnitz.


Prof. Cristian Medina ist Historiker und studierte an der Pontificia Universidad Católica de Chile. Seine Doktorarbeit „Chile und die lateinamerikanische Integration: Außenpolitik, Diplomatie und öffentliche Meinung 1960-1976“ verfasste er an der Universidad Complutense Madrid. Er ist Professor am Institut für Geschichte der Universidad San Sebastián, Chile. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt die Geschichte der Internationalen Beziehungen sowie Regionalgeschichte. Er ist Korrespondierendes Mitglied der Chilenischen Akademie für Geschichtswissenschaft und war Gastwissenschaftler an Universitäten in Spanien, Mexiko, Bolivien, Kolumbien u.a. Derzeit leitet er das Forschungsprojekt CONICYT-FONDECYT Nr. 1170184: Der „Fall Honecker“. Internationale Spannungen und interne Konflikte nach dem Ende des Kalten Krieges: Chile 1988-1994.  


David Gosselin studierte Germanistik, Slawistik, Jiddistik und Philosophie in Montréal, Québec, Tübingen, Moskau und Münster. 2009 schloss er sein Studium mit einem Joint Honours Bachelor an der McGill Universität ab. Mit einer Arbeit über Georg Büchners und Ernst Tollers Revolutionsdramen erwarb er 2014 den Master. Seit 2014 ist David Gosselin Doktorand an der Universität McGill. In seinem Forschungsprojekt Über die Gewalt: Die Revolutionsdramen von 1789 bis 1968 untersucht er die Rolle der Gewalt in den deutschen Revolutionsdramen von Georg Büchner bis Heiner Müller. Sein Promotionsstudium wird u.a. von dem kanadischen Social Sciences and Humanities Research Council und der Bourse des premiers ministres Québec-Bavière unterstützt. Im akademischen Jahr 2019-2020 ist er Fellow am Berlin Program for Advanced German and European Studies an der Freien Universität. Im SoSe 2019 lehrte er Germanistik an der Universität Bishop’s (Kanada). Am Institut für Zeitgeschichte, wo er bereits im SoSe 2017 einen ersten Forschungsaufenthalt absolvierte, beschäftigt sich David Gosselin derzeit mit den literarischen Bearbeitungen der Novemberrevolution.


Aktuelle Fellows des Zentrums für Holocaust-Studien

Die Übersicht aller Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler, die derzeit am Zentrum für Holocaust-Studien des IfZ forschen, finden Sie hier.

Ehemalige Gastwissenschaftler/innen

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler, die in den letzten Jahren am Institut für Zeitgeschichte gearbeitet haben:



© Institut für Zeitgeschichte
Content