Gastwissenschaftler/innen am IfZ

Das Institut beherbergt stets auch Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus dem In- und Ausland, die die renommierte Infrastruktur des Instituts nutzen und ihre Projekte zur Diskussion stellen. Neben den Fellowships des Zentrums für Holocaust-Studien am IfZ und den EHRI-Fellowships ermöglicht auch ein DAAD-Fellowship einen Aufenthalt am IfZ im Rahmen der Leibniz-Gemeinschaft.
Zusätzlich wird ein ganzjähriges Forschungsstipendium des Instituts für Zeitgeschichte vergeben, das am Historischen Kolleg angesiedelt ist. Mehr Informationen hierzu auf der Seite des Historischen Kollegs.

 

Aktuelle Gastwissenschaftler/innen

Dr. habil. Piotr Mikietyński ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte (Schwerpunkt: Geschichte des Ersten und Zweiten Weltkriegs) an der Jagiellonen-Universität in Krakau. Er ist Autor der folgenden Monographien: Generał Stanisław hrabia Szeptycki. Między Habsburgami a Rzecząpospolitą 1867-1918 [General Stanislaus Graf Szeptycki. Zwischen den Habsburgern und der Republik Polen, 1867-1918] (Krakau, 1998) und Niemiecka droga ku Mitteleuropie. Polityka II Rzeszy wobec Królestwa Polskiego 1914-1916 [Der deutsche Weg nach Mitteleuropa. Politik des Kaiserreichs gegenüber Kongresspolen, 1914-1916] (Krakau, 2009). Des Weiteren ist er Autor vieler Artikel und Rezensionen zur Militärgeschichte. Zurzeit bereitet er zwei Quellenstudien: Polnisch-Deutsches und Deutsch-Polnisches Militärlexikon und Personallexikon des Generalgouvernements für die besetzten polnischen gebiete vor. Er ist Vorsitzender der Historischen Kommission der Krakauer Abteilung der Polnischen Akademie der Wissenschaften.


Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix, Professorin für Deutschlandstudien mit Schwerpunkt Neuere und Neueste Geschichte an der Pariser Universität Sorbonne Université veröffentlichte u. a. in deutscher Sprache: „Wandel und Integration. Deutsch-französische Annäherungen der Fünfziger Jahre“, mit Rainer Hudemann (Hg.) (München 2005); „Im Zeichen der Europäischen Einigung. 1963 bis in die Gegenwart. Deutsch-französische Geschichte Band 11“ (Darmstadt 2011); „Deutschland, Frankreich und die USA in den 'langen' 1960er Jahren. Ein transatlantisches Dreiecksverhältnis“, mit  Johannes Großmann (Hg.) (Stuttgart 2018); „Der Rhein als politische Landschaft zwischen Deutschland und Frankreich 1815 – heute“, mit Guido Thiemeyer (Hg.) (Stuttgart, 2018). In französischer und englischer Sprache u. a.: „Willy Brandt“ (Paris 2013); „Willy Brandt, Life of a Statesman“ (London, New York, 2016). 2017 war sie mit dem Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg geehrt. Aktuelles Forschungsthema: Emotionen in den Internationalen Beziehungen am Beispiel des Jahres 1989/1990.


Dr. Mathieu Dubois ist Inhaber der französischen Agrégation d’histoire und promovierte in Geschichte an der Université Paris-Sorbonne und an der Universität Augsburg im Rahmen einer cotutelle de thèse (2012) über die politische Jugend der Parteien in den 1960er Jahren in Frankreich und in der Bundesrepublik. 2012-2015 war er Dozent an der Sorbonne und in Sciences Po Paris, Gastwissenschaftler am ZZF (Potsdam) und Koordinator der ANR/DFG-Forschungsprojekt “Die Evakuierungen im deutsch-französischen Grenzraum (1939-1945)”. Seit 2016 arbeitet er als Maître de conférences (Juniorprofessor) an der Université catholique de l’Ouest und als Mitarbeiter des Forschungszentrums „Sorbonne-Identités-Relations internationales et civilisations de l’Europe“. Sein Habilitationsvorhaben über die soziale Marktwirtschaft in der deutschen Europa-Politik wird von einem DAAD-Stipendium unterstützt.


Prof. Dr. Marco Paolino studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Pisa. 1991 Promotion an der Scuola Superiore Sant’Anna Pisa.Seit 1993 Professor für Zeitgeschichte an derUniversität Tuscia/Viterbo. 1995-1998 Forschungsstipendiumder DFG am IfZ München-Berlin. Seit 2017 Gastprofessor für Zeitgeschichte an derUniversität Navarra/Pamplona. Aktuelle Forschungsthemen; Italien und SBZ/DDR 1945-1990; Heiliger Stuhl und DDR; Katholische Kirche und WiderstandgegendenNationalsozialismus.
Kontakt: paolino[at]unitus.it

 


Professor Dr. Gabriele Lingelbach. Studium der Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Germanistik in Berlin und Paris; 2000 Promotion an der FU Berlin; wissenschaftliche Assistentin an der Universität Trier, 2007 dort Habilitation; 2008–2010 Lehrstuhlvertretung an der Universität Freiburg i. Br.; 2010–2013 Professorin für Globalgeschichte des
19. und 20. Jahrhunderts in Bamberg; seit 2013 Inhaberin der Professur für Geschichte der Neuzeit an der Universität Kiel. Gabriele Lingelbach hat das Fellowship des Instituts für Zeitgeschichte beim Historischen Kolleg inne.

Weitere Informationen

Kontakt: gabriele.lingelbach[at]historischeskolleg.de


Janis Mimura ist Associate Professor für Geschichte an der State University of New York at Stony Brook. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht das moderne Japan und seine globalen Beziehungen, insbesondere in den Bereichen Ideologie, politische Ökonomie und Kultur. Sie erhielt mehrere Stipendien von der Fulbright Foundation und der Japan Foundation. Ihr erstes Buch „Planning for Empire: Reform Bureaucrats and the Japanese Wartime State“ (Cornell University Press, 2011) untersuchte die Rolle von zivilen und militärischen Technokraten bei der Entwicklung der von Japan kontrollierten Mandschurei und der japanischen Kriegswirtschaft. Das Buch wurde ins Koreanische übersetzt (Somyong Press, 2015) und wird derzeit ins Japanische übersetzt (Jimbunshoin). Ihr aktuelles Projekt, Japan und die Achsenmächte, ist eine transnationale Studie über Japan im Zweiten Weltkrieg und sein Bündnis mit Nazi-Deutschland und dem faschistischen Italien. Über den traditionellen diplomatischen Fokus hinaus untersucht sie die militärstrategischen, wirtschaftlichen und kulturellen Dimensionen sowie die verwobene persönliche, politische und institutionelle Dynamik zwischen den drei Achsenmächten.


Maurice Cottier studierte Geschichte, Soziologie und Sozialanthropologie in Bern, Zürich und Berlin. Nach seiner Promotion an der Universität Bern 2015 absolvierte er längere Forschungsaufenthalte an der UC Berkeley und Harvard University. Zurzeit ermöglicht ein Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds den Gastaufenthalt am Institut für Zeitgeschichte. Seine Forschungsinteressen liegen in der Kultur- und Wissensgeschichte der Wirtschaft und Wirtschaftspolitik, der Geschichte der USA im 20. Jahrhundert, sowie  in der historischen Kriminalitäts- und Gewaltforschung. Mit seinem aktuellen Projekt "Economic Imaginaries of the American Left, 1950-1980" untersucht Maurice Cottier aus wissens- und kulturhistorischer Perspektive, wie sich die Auffassungen und Zukunftsvorstellungen von Wirtschaft innerhalb der amerikanischen Linken unter dem Einfluss des steigenden Wohlstands, des Kalten Kriegs, der Dekolonialisierung und der sich formierenden Umweltbewegung wandelten.

 

Aktuelle Fellows des Zentrums für Holocaust-Studien

Die Übersicht aller Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler, die derzeit am Zentrum für Holocaust-Studien des IfZ forschen, finden Sie hier

 

Ehemalige Gastwissenschaftler/innen

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler, die in den letzten Jahren am Institut für Zeitgeschichte gearbeitet haben:



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