Podium Zeitgeschichte

Viele Fragen liegen in der Luft. Und da bleiben sie oft auch, weil sie nicht diskutiert werden. Dem wollen die Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte mit dem „Podium Zeitgeschichte“ entgegenwirken. Grundsätzliche Probleme des Fachs und aktuelle zeitgeschichtliche Debatten werden hier – in der Regel einmal pro Jahr – in einem dialogischen, internationalen und crossmedialen Format zur Sprache und in übertragenem wie im direkten Sinne aufs Podium gebracht: Den Auftakt bilden jeweils Essays ausgewiesener Fachleute im Heft; bei einer öffentlichen Veranstaltung im Institut für Zeitgeschichte in München kommen die Autoren anschließend ins Gespräch; die Debatte wird schließlich als Transkript und mit Filmausschnitten auf der VfZ-Website dokumentiert; Interessierte haben die die Möglichkeit, sich im „Forum“ in die Diskussion mit einzubringen.


 

Podium Zeitgeschichte 2018:

„Wie nah ist uns die Zwischenkriegszeit?“, 17. Mai 2018

 

 

Das Aufkommen starker nationalistischer und antiliberaler Tendenzen in Ost- und Zentraleuropa bringt die demokratiepolitisch schwierige Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in Erinnerung. Die meisten Staatsgründungen nach 1918 in diesem Raum mündeten sehr bald in rechtsautoritäre oder rechtsextreme Regime. Die Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte (VfZ) fragten in ihrem zweiten "Podium Zeitgeschichte" am Donnerstag, 17. Mai, im Münchner Haupthaus des Instituts für Zeitgeschichte, wie heute in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien oder Litauen die Geschichte und das Scheitern der damaligen Demokratien behandelt wird und welche Relevanz dies für die Gegenwart hat.

Nachdem sie im Aprilheft der VfZ ihre Standpunkte dargelegt hatten, trafen ausgewiesene Experten aus mehreren europäischen Ländern zur zweiten Runde in einer Podiumsdiskussion zusammen: Ota Konrád (Karls-Universität Prag), Ekaterina Makhotina (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), Anton Pelinka (Central European University Budapest), Thomas Raithel (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin) und Krzysztof Ruchniewicz (Universität Wrocław). Die Moderation übernahm Jürgen Zarusky, Chefredakteur der VfZ. Die Podiusmdiskussion fand in Kooperation mit dem Verlag De Gruyter Oldenbourg statt.

 

 



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